Redeangst
Kompetent präsentieren und authentisch auftreten
Kommunikations- und Präsentationstraining für mehr Selbstvertrauen beim Vortragen
Ein Fachvortrag mit anschließender Fragenbeantwortung und Diskussion ist für die meisten Menschen eine große Herausforderung. Es ist ganz normal, dass dabei Redeangst, Lampenfieber, Unsicherheit, Nervosität, Aufregung und Stresszustände auftreten, insbesondere wenn die Routine fehlt oder die Zuhörerschaft als anspruchsvoll und kritisch wahrgenommen wird.
Die Weiterentwicklung sozial-kommunikativer und methodischer Schlüsselkompetenzen hat sich hier als sehr wirksam erwiesen, denn wer etwas gut kann und diese Kompetenzen geübt einsetzen und gelungen umsetzen kann, fühlt sich im Allgemeinen kompetent und selbstsicher. Selbstbewusstsein, Selbstsicherheit und Selbstvertrauen
Weiterentwicklung sozial-kommunikativer und methodischer Kompetenzen
Kommunikationstraining
Bei Redeangst bzw. Lampenfieber hat es sich bewährt, im Lehrformat eines regulären Kommunikationstrainings mit den Schwerpunkten Authentizität, Souveränität und Körpersprache zu beginnen.
Präsentationstraining
Im Laufe dieser initialen Phase wird der Fokus zunehmend auf die Präsentationskompetenz und die Weiterentwicklung der dazu benötigten methodischen Kompetenzen gerichtet. Methodische Kompetenzen werden für den Prozess des Lernen und Recherchierens sowie für das professionelle Erstellen einer Präsentation benötigt.
Insgesamt geht es beim Präsentationstraining um folgende Ziele:
- Einem Personenkreis zielgerichtet, effizient, stringent (schlüssig, präzise und stimmig), verständlich und anregend relevante und gut-recherchierte Informationen zu vermitteln.
- Mit Fragen und Störungen während der Präsentation selbstsicher umzugehen und den anschließenden fachlichen Diskurs professionell zu meistern.
- Vor und während des Vortragens mehr Leichtigkeit zu spüren und insgesamt mehr Freude dabei erleben, einem Publikum etwas vorzutragen und im Mittelpunkt bzw. auf der Bühne zu stehen.
Authentizität
Der moderne kommunikative Ansatz bei Präsentationen und öffentlichen Auftritten hat sich von der Inszenierung weitgehend verabschiedet und legt viel mehr Wert auf die Authentizität, denn authentisch sein ist mit Glaubwürdigkeit, Zuverlässigkeit und Echtheit verbunden. Außerdem bringt das bei sich selbst bleiben mehr Gelassenheit und Selbstvertrauen mit sich und ist weniger anstrengend, als die Darstellung einer vermeintlich erwünschten sozialen Rolle. Authentische Kommunikation
Authentizität steht in direkter Beziehung zu einem selbstbestimmten Leben. Beim Vortragen ist es allerdings etwas schwieriger, die volle Freiheit und Selbstbestimmung zu wahren, weil wir mehr oder weniger anderen gefallen wollen und dadurch ein Angst- und Stresszustand aufkommen kann. Deshalb ist es in einem Präsentationstraining angebracht, das Thema Freiheit und Selbstbestimmung genauer zu betrachten.
Souveränität und Selbstbestimmung
Juristisch versteht man unter Souveränität die Fähigkeit einer natürlichen oder juristischen Person zu rechtlicher Selbstbestimmung. Der Begriff ist vor allem in Bezug auf die staatliche Souveränität bekannt. Damit ist die Unabhängigkeit eines Staates vom Einfluss anderer Staaten gemeint. Souveräne Staaten arbeiten jedoch mit anderen Staaten zusammen und informieren diese über relevante Sachverhalte und Vorhaben.
Gleiches gilt für souveräne Individuen. Das konstruktive Miteinander ist hier üblicherweise ebenfalls geprägt durch die freiwillige Weitergabe von Wissen und Informationen über Projekte, Fakten, Entwicklungen, Erkenntnisse und Meinungen, ohne die anderen davon überzeugen, beeindrucken oder begeistern zu müssen. Erwartet wird eine informative und interessante Präsentation.
Wer es allerdings notwendig hat, andere überzeugen, beeindrucken oder gar manipulieren zu müssen, hat die (innere) Souveränität verloren und befindet sich in einem (vermeintlichen) Abhängigkeitsverhältnis zu anderen. Diese problematische Denk- und Verhaltensweise führt oft zu einem Angst-, Stress- und Spannungszustand, der über die übliche Nervosität und Aufgeregtheit hinausgeht.
Kommunikationstraining oder Psychotherapie bei Redeangst?
Ein Kommunikationstraining ist eine Bildungsmaßnahme, in der die Themen Authentizität und Souveränität unterrichtet, betrachtet und diskutiert werden. Im Allgemeinen wird allein dadurch die entsprechende Veränderung und Weiterentwicklung im Denken und Handeln eingeleitet. In diesem Sinne ist Bildung sowohl Kompetenzentwicklung als auch Persönlichkeitsentwicklung.
In manchen Fällen ist allerdings eine Psychotherapie oder klinisch-psychologische Behandlung erforderlich – insbesondere dann, wenn in der Kindheit die Autonomieentwicklung beeinträchtigt wurde und dadurch eine Angstneurose oder tiefergehende Selbstunsicherheit entstanden ist.
Zwar ist auch hier die professionelle Weiterentwicklung sozial-kommunikativer und methodischer Kompetenzen hilfreich und nützlich. Aber wenn die persönliche Hintergrundproblematik unbearbeitet bleibt, werden fordernde Situationen und Herausforderungen immer wieder zu Überforderung, Angstzuständen, Belastungsreaktionen und Krisen führen.
Wenn du dir nicht ganz sicher bist, welche Art der Hilfestellung du brauchst, scheue dich nicht, im Rahmen von Erstgesprächen mit unterschiedlichen Experten deine Thematik und Problematik zu besprechen.