Redeangst

Kompetent präsentieren und authentisch auftreten

Kommunikations- und Präsentations­training für mehr Selbst­vertrauen beim Vortragen

Ein Fach­vortrag mit anschließender Fragen­beant­wortung und Diskussion ist für die meisten Menschen eine große Heraus­forderung. Es ist ganz normal, dass dabei Rede­angst, Lampen­fieber, Unsicher­heit, Nervosität, Aufregung und Stress­zustände auftreten, insbesondere wenn die Routine fehlt oder die Zuhörer­schaft als anspruchs­voll und kritisch wahr­genommen wird.

Die Weiter­ent­wicklung sozial-kommunikativer und methodischer Schlüsselkompetenzen hat sich hier als sehr wirksam erwiesen, denn wer etwas gut kann und diese Kompetenzen geübt einsetzen und gelungen umsetzen kann, fühlt sich im Allgemeinen kompetent und selbstsicher. Selbst­bewusst­sein, Selbst­sicherheit und Selbst­ver­trauen

Weiter­ent­wicklung sozial-kommunikativer und methodischer Kompetenzen

Kommunikations­training

Bei Rede­angst bzw. Lampen­fieber hat es sich bewährt, im Lehr­format eines regulären Kommunikations­trainings mit den Schwerpunkten Authentizität, Souveränität und Körper­sprache zu beginnen.

Präsentations­training

Im Laufe dieser initialen Phase wird der Fokus zunehmend auf die Präsentations­kompetenz und die Weiter­ent­wicklung der dazu benötigten methodischen Kompetenzen gerichtet. Methodische Kompetenzen werden für den Prozess des Lernen und Recherchierens sowie für das professionelle Erstellen einer Präsentation benötigt.

Insgesamt geht es beim Präsentations­training um folgende Ziele:

  1. Einem Personen­kreis zielgerichtet, effizient, stringent (schlüssig, präzise und stimmig), verständlich und anregend relevante und gut-recherchierte Informationen zu vermitteln.
  2. Mit Fragen und Störungen während der Präsentation selbst­sicher umzugehen und den anschließenden fachlichen Diskurs professionell zu meistern.
  3. Vor und während des Vortragens mehr Leichtig­keit zu spüren und insgesamt mehr Freude dabei erleben, einem Publikum etwas vorzutragen und im Mittel­punkt bzw. auf der Bühne zu stehen.

Authentizität

Der moderne kommunikative Ansatz bei Präsentationen und öffentlichen Auftritten hat sich von der Inszenierung weitgehend verabschiedet und legt viel mehr Wert auf die Authentizität, denn authentisch sein ist mit Glaubwürdig­keit, Zuverlässig­keit und Echtheit verbunden. Außerdem bringt das bei sich selbst bleiben mehr Gelassen­heit und Selbstvertrauen mit sich und ist weniger anstrengend, als die Darstellung einer vermeintlich erwünschten sozialen Rolle. Authentische Kommunikation

Authentizität steht in direkter Beziehung zu einem selbst­bestimmten Leben. Beim Vortragen ist es allerdings etwas schwieriger, die volle Freiheit und Selbst­bestimmung zu wahren, weil wir mehr oder weniger anderen gefallen wollen und dadurch ein Angst- und Stress­zustand aufkommen kann. Deshalb ist es in einem Präsentationstraining angebracht, das Thema Freiheit und Selbstbestimmung genauer zu betrachten.

Souveränität und Selbst­bestimmung

Juristisch versteht man unter Souveränität die Fähigkeit einer natürlichen oder juristischen Person zu rechtlicher Selbstbestimmung. Der Begriff ist vor allem in Bezug auf die staatliche Souveränität bekannt. Damit ist die Unabhängig­keit eines Staates vom Einfluss anderer Staaten gemeint. Souveräne Staaten arbeiten jedoch mit anderen Staaten zusammen und informieren diese über relevante Sachverhalte und Vorhaben.

Gleiches gilt für souveräne Individuen. Das konstruktive Miteinander ist hier üblicher­weise ebenfalls geprägt durch die freiwillige Weiter­gabe von Wissen und Informationen über Projekte, Fakten, Entwicklungen, Erkenntnisse und Meinungen, ohne die anderen davon überzeugen, beeindrucken oder begeistern zu müssen. Erwartet wird eine informative und interessante Präsentation.

Wer es allerdings notwendig hat, andere überzeugen, beeindrucken oder gar manipulieren zu müssen, hat die (innere) Souveränität verloren und befindet sich in einem (vermeintlichen) Abhängig­keits­verhältnis zu anderen. Diese problematische Denk- und Verhaltens­weise führt oft zu einem Angst-, Stress- und Spannungs­zustand, der über die übliche Nervosität und Aufgeregt­heit hinausgeht.

Kommunikations­training oder Psychotherapie bei Redeangst?

Ein Kommunikations­training ist eine Bildungs­maßnahme, in der die Themen Authentizität und Souveränität unter­richtet, betrachtet und diskutiert werden. Im Allgemeinen wird allein dadurch die entsprechende Veränderung und Weiter­ent­wicklung im Denken und Handeln eingeleitet. In diesem Sinne ist Bildung sowohl Kompetenz­ent­wicklung als auch Persönlich­keits­entwicklung.

In manchen Fällen ist allerdings eine Psychotherapie oder klinisch-psycho­logische Behandlung erforderlich – insbesondere dann, wenn in der Kind­heit die Autonomie­entwicklung beeinträchtigt wurde und dadurch eine Angstneurose oder tiefer­gehende Selbstunsicherheit entstanden ist.

Zwar ist auch hier die professionelle Weiter­ent­wicklung sozial-kommunikativer und methodischer Kompetenzen hilfreich und nützlich. Aber wenn die persönliche Hinter­grund­problematik unbearbeitet bleibt, werden fordernde Situationen und Heraus­forderungen immer wieder zu Überforderung, Angst­zuständen, Belastungs­reaktionen und Krisen führen.

Wenn du dir nicht ganz sicher bist, welche Art der Hilfe­stellung du brauchst, scheue dich nicht, im Rahmen von Erst­ge­sprächen mit unter­schiedlichen Experten deine Thematik und Problematik zu besprechen.

Über die Autorin

Als Wissen­schaftlerin befasse ich mich seit 2002 mit den Bereichen Public Health und Mental Health. Als Lehrende unter­stütze ich Studierende und Jung­akademiker dabei, kompetent, pragmatisch und selbst­bewusst an Forschungs­arbeiten, Prüfungen, Präsentationen und Besprechungen heranzugehen.