Kommuni­kationstraining Wien

Für eine authentische, vertrauens­­bildende, präventiv-deeskalierende Kommunikation

Das Kommunikations­training basiert auf dem Handlungs­konzept der authentischen Kommunikation, ergänzt durch relevante Elemente aus:

Häufig gewählte Themen­schwer­punkte

Coaching, Tutoring & Mentoring

Die Weiterent­wicklung der relevanten sozial-kommunikativen und personalen Kompetenzen erfolgt im Einzel­setting als Coaching, Tutoring und Mentoring, d.h.:

Weiter­bildung für Akademiker, Studierende und Interessierte

Mein Lehr- und Coaching­angebot steht grund­sätzlich allen Erwachsenen offen. Besonders vertraut sind mir die Heraus­forderungen und Anliegen von Jung­ärzten, Rechts­­anwalts­­anwärtern, Junior Consultants (Business, Steuer, Psychologie), Junior Managern, Young Artists, Junior Scientists, Doktoranden und Studierenden.

Authentische Kommunikation

In der Kommunikations­wissen­schaft wird die authentische Kommunikation als eine zwischen­mensch­liche Gesprächs­form definiert, in der die kommunizierten Gedanken, Gefühle und Wert­haltungen allein aus sich selbst heraus stammen, ohne sich durch äußere Einflüsse und Gruppen­zwänge bestimmen zu lassen.

Freiheit und Selbst­bestimmung

Authentizität steht in direkter Beziehung zu einem selbst­bestimmten Leben, das von Selbst­verant­wortung, Selbst­für­sorge, Entfaltung der eigenen Potentiale und konstruktivem, verantwortungs­bewussten Einbringen in die Gesellschaft geprägt ist.

Bezüglich Freiheit, Selbst­bestimmung, Sozialverhalten und Verantwortung sind in den Grund- und Menschen­rechten liberaler Staaten folgende oder ähnliche Formulierungen zu finden: “Jeder hat das Recht auf die freie Entfaltung seiner Persönlichkeit, soweit er nicht die Rechte anderer verletzt und nicht gegen die verfassungsmäßige Ordnung oder das Sittengesetz verstößt”. In einem Training in authentischer Kommunikation stellt sich oft die philosophische Frage bezüglich der persönlichen Konsequenz aus den verfassungsrechtlich garantierten Grund- und Persönlich­keits­rechten.

Wertschätzung und Mitgefühl

Ein essentielles Element der authentischen Kommunikation ist eine wert­schätzende Haltung auf drei Ebenen:

  1. zur eigenen Person
  2. den Gesprächspartnern gegenüber
  3. nicht anwesenden betroffenen Dritten gegenüber

In der Kommunikations- oder Konflikt­situation wird bewusst auf die eigenen Bedürfnisse geachtet und gleich­zeitig berück­sichtigt, dass andere Menschen ebenfalls Bedürfnisse, Empfindungen, Ängste und Probleme haben. Mit dieser inneren Haltung der Wert­schätzung und Rück­sicht­nahme kann eine gelungene Kommunikation stattfinden, die von Kooperations­fähigkeit, gemeinsamer Kreativität und friedlicher Konflikt­lösung geprägt ist.

Ähnlich wie beim Handlungs­konzept der gewalt­freien Kommuni­kation werden keine Argumentations­techniken und manipulativen Methoden erlernt und genutzt, weil es nicht als zielführend gesehen wird, Gesprächs­partner und Zuhörer von Aussagen überzeugen zu müssen oder Menschen zu einer bestimmten Handlung zu bewegen. Wer es notwendig hat, andere überzeugen oder gar manipulieren zu müssen, hat die eigene Frei­heit verloren.

Auch wenn es in einem Gespräch um Dritte geht, sollte die Wertschätzung gewahrt bleiben. Es muss nicht immer alles gesagt und weiter­erzählt werden! Ich halte mich hier an die Drei Siebe des Sokrates, wo die Weiter­gabe von Informationen nach drei Kriterien überprüft wird: dem Sieb der Wahrheit, dem Sieb der Güte und dem Sieb der Nützlichkeit.

Selbst­reflexion, Selbst­ein­schätzung und Selbstbewusst­sein

Im Sinne des Handlungs­konzepts der authentischen Kommunikation bedeutet Selbst­bewusst­sein, sich sowohl seiner Fähig­keiten, Potentiale, Begabungen und Stärken als auch der eigenen Kompetenz­defizite, Vulnerabilitäten und problematischen persönlichen Eigen­heiten bewusst zu sein.

Selbst­reflexions­fähig­keit und die damit einher­gehende realistische Selbst­ein­schätzung ist elementar für echtes Selbst­bewusst­sein und Selbst­ver­trauen. Erst mit dieser Echtheit werden wir als selbst­bewusst, authentisch, sympathisch und vertrauens­voll erlebt, auch wenn wir nicht so großartig und perfekt sind. Im Gegensatz dazu wird ein unreflektiertes, übermäßiges und aufgeblasenes Selbst­bewusst­sein meist als befremdlich, aufgesetzt, angeberisch, arrogant und präpotent wahrgenommen.

Es ist allerdings gar nicht so einfach, ein gutes Mittelmaß zwischen Bescheiden­heit und Gesehen­werden zu leben. Einer­seits sind Zurück­haltung und Bescheiden­heit geschätzte Charakter­eigen­schaften, anderer­seits sollte man “sein Licht nicht unter den Scheffel stellen”, sondern auch zeigen, was man drauf hat.

Authentische nonverbale Kommunikation

Zwischen­menschliche Kommuni­kation betrifft alle Bereiche des Menschen, wie Stimme, Wortbetonung, Emotionen, Mimik, Körper­sprache, Körper­haltung und sogar die Kleidung und der Raum. Ein Text kann für sich alleine stehen, aber gesprochene Sprache braucht Persön­lich­keit, Emotionalität und Körper­lichkeit, um Kommunikation vollständig und voll verständlich zu machen.

Deshalb ist die bewusste Selbst- und Körper­wahr­nehmung eine wichtige Komponente bei der Weiter­­ent­wicklung der Kommunikations­kompetenz, wobei eine authentische nonverbale Kommunikation vor allem aus der intakten Beziehung zum eigenen Körper, zu den eigenen Gefühlen, zur Welt und zu den anderen Menschen entsteht.

Hingegen kann die Arbeit an bestimmten Ideal­vor­stellungen von Körper­sprache sogar nachteilig sein, weil es sich dabei meist um eine optimierte Selbst­darstellung handelt, die häufig als Inszenierung wahrgenommen wird. Jeder kennt die Kommunikations­profis mit ihrer “überzeugenden” Hand­haltung und Gestikulation. Auch ich verliere mich manchmal ein bisschen in der inszenierten Selbst­darstellung, weil es sehr schwer ist, ganz davon wegzukommen. Zumindest ist es mir bewusst.

Humor und Selbst­akzeptanz

Über sich selbst lachen zu können, peinliche Situationen humorvoll zu nehmen und nörgelnden, wichtig­tuerischen, besser­wisserischen und eitlen Menschen mit Humor zu begegnen, ist eine weitere erlernbare Eigen­schaft, welche das eigene Leben und das soziale Miteinander vereinfacht und erleichtert.

Humor­voll sein bedeutet aller­dings nicht, ein scherzender Komiker zu sein, sondern eine Freude am Komischen und Seltsamen zu entwickeln. Das gilt auch für das eigene Ver­halten, das natürlicher­weise immer wieder komisch, schräg und peinlich ausfallen kann.

Konstruktiver Umgang mit Angst und Aggression

In der authentischen Kommunikation werden Angst und Aggression als hilfreiche Gefühle gesehen. Gesunde Ängste und Aggressionen dienen vor allem dem Schutz der eigenen Grenzen und dem Erhalt der Selbst­bestimmung.

Bei Aggressionen in schwierigen Kommunikations­situationen ist die bewusste Aufrecht­erhaltung von Wert­schätzung und Mitgefühl besonders wichtig, um eigene aggressive Impulse nicht destruktiv, verletzend, entwertend und kränkend auszuleben, sondern gut und nützlich damit umzu­gehen. Dieses Rücksicht­nahme sollte aller­dings nicht davon abhalten, “die Dinge beim Namen zu nennen”, um Missver­ständnisse, Informations­defizite und relevante Sach­verhalte zu klären.

Abgrenzung und Deeskalation

Insbesondere in der Kommunikation mit komplizierten, schwierigen, egozentrischen und kränkenden Menschen ist es wichtig, sich gut abzugrenzen und deeskalierend wirken zu können.

Für die Deeskalation alltäglicher Konflikte genügt im Allgemeinen die Kombination aus Authentizität, Selbst­bestimmung, Wertschätzung, Mitgefühl, Selbst­ver­trauen, Humor und guter Selbst­wahr­nehmung.

Schwieriger ist die soziale Interaktion mit Menschen, deren soziale Funktions­fähig­keit dauerhaft durch eine schwere Persönlich­keits­störung oder vorüber­gehend durch einen Ausnahme­zustand bzw. eine schwere Lebens­krise beeinträchtigt ist. In vielen Berufs­feldern ist die entsprechende sozial-kommunikative Kompetenz­entwicklung in die Ausbildung integriert oder im Rahmen von Weiter­bildungen obligatorisch.

Deeskalierende Kommunikation

Bei meinem Angebot im Bereich der deeskalierenden Kommunikation handelt es sich im Grunde um ein Kommunikations­trainig in authentischer Kommunikation, das um folgende Themen erweitert ist:

  1. präventive Deeskalations­strategien
  2. vertrauens­bildende Maßnahmen
  3. Kenntnisse der Psycho­pathologie, psychischen Abwehr und Konflikt­dynamik

Psycho­logische Kenntnisse dienen dazu, psychisch kranke, emotional instabile, verhaltens­auffällige und delinquente Menschen besser verstehen und einschätzen zu können, um in der Folge leicher eine vertrauens­volle professionelle Beziehung aufzubauen und zielsicher präventiv-deeskalierend zu handeln.

Beispiele präventiver Deeskaltions­strategien und vertrauens­bildender Maßnahmen:

  • räumlich den passenden Abstand wahren und dem Betroffenen einen “gefühlten Fluchtweg” freihalten
  • mit vertrauens­voller Körpersprache und Stimme auftreten
  • sich den eigenen Ängsten und Aggressionen bewusst sein und konstruktiv damit umgehen
  • dem Gegenüber das Gefühl geben, verstanden zu werden
  • verständnisvolle, einfühlsame Fragen stellen
  • Missver­ständnisse rechtzeitig erkennen und klären
  • eine allfällige Streit­spirale gar nicht erst aufkommen lassen oder zumindest gleich nach dem Erkennen auflösen
  • dem Gegenüber (und sich selbst) die Möglich­keit zum Beruhigen geben
  • sich persönlich und emotional gut abgrenzen und nicht in die Problematik des Gegen­übers hineinziehen lassen

In vielen Fällen gelingt damit die Aufnahme von Kontakt und Beziehung, wo es ohne Training zu Missver­ständnissen, Frustration, Streit und Eskalation käme.

Kommunikations­training oder Psychotherapie

Wenn in der Kommunikation mit anderen Menschen besonders häufig Spannungen, Aggressionen und Probleme auftreten, stellt sich die Frage, warum das so ist und was zielführender ist: Die Weiter­ent­wicklung der Sozial- und Deeskalations­kompetenz im Kommunikations­training oder die Arbeit an der Beziehungs­fähigkeit im Rahmen einer Psychotherapie. Social Skill Development oder Beziehungarbeit

Auch bei ungewöhn­lichen und über­steigerten Ängsten vor bestimmten gesell­schaft­lichen Situationen und bei Ängsten vor nahen zwischen­menschlichen Kontakten (Bindungs­angst, Selbst­unsicher­heit und Schüchtern­heit) sollte abgeklärt werden, ob es sich eventuell um eine soziale Angst­störung oder selbst­unsichere Persönlich­keits­störung handelt.

Du weißt nicht so recht, welche Art der Hilfe­stellung du brauchst? In diesem Fall ist es ratsam, im Rahmen von Erst­ge­sprächen mit unter­schiedlichen Experten die Probleme und Anliegen zu besprechen.

Methode

Im Kommunikationstraining arbeite ich vor allem mit kreativen Methoden und körper­orientierten Ansätzen. Didaktisch-pädagogische Grundlage ist die Lehr-Lernform des forschenden Lernens. Die spielerisch-kreative, achtsame, forschende und erkenntnis­orientierte Heran­gehens­weise ermöglicht eine internalisierte (gefestigte, verinnerlichte) Kompetenz und Routine, was in der Folge zu mehr Selbst­sicher­heit, Frei­heit und Leichtig­keit beim Kommunizieren und Präsentieren führt.

Spielerisch lernen mit kreativen Methoden

Bei der Anwendung kreativer Methoden im Bildungs- und Beratungs­bereich werden die Ausdrucks­formen der bildenden Künste (malen, formen, gestalten) und zum Teil auch der darstellenden Künste (theaterspielen, tanzen, singen) für einen optimierten Lern- und Entwicklungs­prozess genutzt, wobei die kreativen Angebote speziell auf die Lern­inhalte, Aufgaben­stellungen und Ziel­setzungen abgestimmt sind.

Der kreative Ansatz hat einige Vorteile gegenüber traditionellen Unterrichts-, Coaching- und Beratungs­methoden. Vor allem wird im kreativen Lern- und Entwicklungs­prozess das Denken mit Sinnes­empfindungen und Emotionen verbunden, wodurch Erfahrungen, Erkenntnisse und Lerninhalte besser verstanden und gefestigter im Gehirn abgespeichert werden. Außerdem wird das Üben und Lernen vielmehr als Spiel empfunden – und so wie Kinder im Spiel sehr effektiv lernen, erfolgt auch im Training ein anregendes spielerisches wirksames Lernen und Erfahren.

Für ein Kommunikations- und Präsentations­training eignen sich besonders gut kreative Visualisierungen mit Gegen­ständen in den unter­schied­lichsten Formen und Farben. Ich habe dazu eine große Auswahl an Gegen­ständen wie Seile, Tücher, Holz­figuren, Bälle, Kugeln, Steine, Sand­säckchen, Stoff­tiere, etc. Im Gegensatz zum Malen kann damit rasch ein Thema visualisiert bzw. ein modifizierbares Bild “gemalt” werden. Auf diese Weise wird geübt, sich selbst zuerst kreativ-gestalterisch in seinen Themen, Anliegen, Bedürfnissen und Positionen auszudrücken und in der Folge den kreativen Ausdruck in die Außenwelt zu kommunizieren bzw. zu präsentieren.

Ich nutze kreative Methoden auch dazu, Klienten auf Bewerbungs­gespräche vorzubereiten. Hier wird der Klient dazu angeleitet, sich Gegen­stände für Betrieb und Tätig­keit auszusuchen und diese am Boden aufzulegen. In der Folge wird über diese Gestaltung geredet, wobei ich gezielt Fragen stelle und der Klienten dabei sein Bild verändern und mit weiteren Gegen­ständen ergänzen kann. Durch diese sprachliche, visuelle und aktive Auseinander­setzung mit dem Thema wird der Klient zunehmend vertrauter mit dem Unter­nehmen und seiner angestrebten Tätig­keit und auch viel sicherer in seiner Kommunikation diesbezüglich.

Kreative Visualisierung statt Rollenspiel

Mit der persönlichen Inszenierung und anschließender Video­analyse bestimmter Kommunikations­situationen habe ich weniger Freude, da diese Vorgehens­weise hinsicht­lich der Entwicklung einer authentischen Kommuni­kation nur einge­schränkt zielführend ist und sich sogar hemmend und verunsichernd auswirken kann. Lieber gehen wir auf eine soge­nannte Metaebene (über­geordnete Sicht­weise) und gestalten Situation, Beziehungs­system und Beziehungs­dyanmik mit den Gegen­ständen oder lassen Stoff­tiere handeln und sprechen.

Eine selbstbewusste authentische Kommunikation entwickelt sich mehr durch Selbst­erleben, Selbstbeobachtung und Selbsterfahrung im Alltag und durch die darauf­folgende Reflexion und Analyse mithilfe von guten Freunden, Kollegen und Coaches. Persönliche Rollen­spiele und Video­aufnahmen eignen sich eher zur direkten Analyse sichtbarer Fehlverhalten sowie zum Einstudieren bestimmter sozialer Rollen, attraktiver Persönlich­keits­merkmale und erwünschter Verhaltensweisen.

Körperorientierte Ansätze

Die bewusste Selbst- und Körper­wahr­nehmung erfolgt mithilfe neuerer Ansätze des Achtsam­keits­trainings und der somatischen Körper­arbeit nach Elsa Gindler und Heinrich Jacoby. Die Werke der Gymnastik­lehrerin und des Musik­pädagogen wurden zu einer der Grund­lagen der Körper­psycho­therapie.

Zudem verwende ich für die Arbeit an Haltung, Bewegung, Mimik, Gestik und Emotionalität relevante Elemente aus dem Ballett, Salsatanzen und Stimmtraining.

Ich bin in den Bereichen somatische Körper­arbeit, Achtsam­keit, Tanz und Stimm­bildung professionell ausgebildet.

Grundlagen meines didaktisch-methodischen Ansatzes