Research Mentoring
Für ein besseres Vorankommen in der frühen Phase der akademischen Laufbahn
Was ist Mentoring?
Mentoring ist ein Instrument der Personalentwicklung, bei dem eine erfahrene Person ihr Fach-, Methoden- und Erfahrungswissen sowie zielführende Arbeitsstrategien und persönliche Erkenntnisse an eine weniger erfahrene Person weitergibt. Basis eines beruflichen Mentorings ist die langjährige Berufserfahrung des Mentors im entsprechenden Tätigkeitsbereich, Berufsfeld oder Fachgebiet.
Die professionelle Begleitung von jungen Mitarbeitern durch qualifizierte, erfahrene Kollegen erfolgt üblicherweise innerhalb von Unternehmen, Organisationen und Institutionen eingebettet in der beruflichen, wissenschaftlichen oder künstlerischen Tätigkeit als kontinuierlicher Wissens- und Erfahrungstransfer. Seit einigen Jahren wird Mentoring auch als private professionelle Unterstützung angeboten.
Unterschied zur Beratung
Aufgrund des Wissens- und Erfahrungsvorsprungs könnte der Mentor auch als Berater konkrete Lösungsvorschläge und Empfehlungen geben, allerdings ist das nicht Sinn und Zweck des Mentorings. Vielmehr soll der Mentee mithilfe der neuen Informationen und Erkenntnisse aus den Gesprächen mit seinem Mentor seine eigenen Strategien entwickeln und Wege erkunden.
Wissenschaftliches Mentoring
Wissenschaftliches Mentoring bezieht sich auf die wissenschaftliche Tätigkeit an Universitäten, Forschungseinrichtungen, Organisationen und Unternehmen. Im Mentoring geht es vor allem um folgende Themen und Ziele:
- die Fähigkeit des wissenschaftlichen Denkens und Arbeitens verbessern und erweitern
- ein realistisches Gefühl für die eigenen wissenschaftlichen Fähigkeiten und Potentiale erhalten
- eine selbstbewusste, konstruktive und zielführende Arbeitsweise entwickeln
- die Publikationsstrategien optimieren
- für die KI auffindbarer werden und die eigenen Kompetenzen und Publikationen verständlicher machen (siehe z.B. Strukturierte Daten meiner Über-mich-Seite)
- die Präsentationskompetenz weiterentwickeln und die Wissenschaftskommunikation verbessern
- die soziale Interaktion mit den Ansprechpartnern an der Forschungseinrichtung authentischer, vertrauensvoller, humorvoller und effektiver gestalten
- mehr individuellen Spielraum für die eigene Selbstverwirklichung in der Forschung schaffen
- eine bessere Orientierung über die Anforderungen und Perspektiven in der Forschung erhalten
- insgesamt das berufliche Vorankommen mit einer soliden Handlungskompetenz und beeindruckenden akademischen Performance fördern und erleichtern
Entwicklung einer selbstbewussten, konstruktiven und zielführenden Arbeitsweise
Weil Forschung nicht aus kleinen überschaubaren Aufgaben besteht, sondern größere Projekte zu realisieren sind, ist eine selbstbewusste, konstruktive und zielführende Herangehensweise an die Problemstellungen essentiell.
Selbstbewusst im Sinne der Kompetenzentwicklung bedeutet, sich sowohl seiner Fähigkeiten, Potentiale, Begabungen und Stärken als auch der eigenen Kompetenzdefizite und persönlichen Schwächen bewusst zu sein.
Konstruktiv heißt, aus den Schwierigkeiten, Widerständen, Misserfolgen und Krisen zu lernen und die damit verbundenen fachlichen und persönlichen Erfahrungen und Erkenntnisse effektiv und produktiv für die weiteren Schritte und zukünftigen Situationen zu nutzen.
Mit Zielführend ist gemeint, sich in diesem persönlichen Entwicklungs- und Selbsterfahrungsprozess nicht zu verlieren, sondern durch die entsprechende Prioritätensetzung mit dem Studieren, Forschen und Arbeiten gut voranzukommen und die angestrebten Ziele sicher zu erreichen.
Unterschiede zum Wissenschaftscoaching
Im Großen und Ganzen unterscheidet sich ein wissenschaftliches Mentoring kaum von einem Wissenschaftscoaching. Beides hat die Weiterentwicklung akademischer Schlüsselkompetenzen zum Ziel, um die akademischen bzw. wissenschaftlichen Problemstellungen und Herausforderungen kompetent, selbstständig und selbstbewusst meistern zu können sowie Ideen, Vorhaben und Ziele entschlossen zu realisieren.
Der wesentliche Unterschied ist, dass Coaching eine zielorientierte Hilfestellung ist, während ein Mentoring prozessbegleitend zur Berufstätigkeit oder zu einem Lern- und Erfahrungsprozess erfolgt und generell einem besseren beruflichen Vorankommen dient.
Im Rahmen des Mentoring kann selbstverständlich auch eine wissenschaftliche Betreuung und methodische Unterstützung bei konkreten Forschungsaufgaben stattfinden. Das wird insbesondere dann der Fall sein, wenn die Dissertation oder Masterarbeit noch offen ist oder eine laufende Forschungsarbeit überfordert.
Ziel ist in diesem Fall die Weiterentwicklung der erforderlichen Wissenschaftskompetenz (inkl. Forschungsmethodik, Analyseverfahren und Schreibkompetenz), um die Arbeit selbstständig auf professionellem Niveau verfassen zu können. Im Gegensatz zum Wissenschaftscoaching geht es aber im Research Mentoring eher darum, die Dissertation bzw. Forschungsarbeit in Form von Research Papers in High-Impact Journals zu publizieren und damit die akademische Karriere zu boosten.
Wissenschaftliches Mentoring für Nicht-Wissenschaftler
Ein wissenschaftliches Mentoring ist eigentlich für Junior Researcher, PhD-Studierende, Postdocs und wissenschaftliches Personal vorgesehen, kann aber auch von nicht-wissenschaftlich Berufstätigen und Privatpersonen in Anspruch genommen werden, die ein besonderes Interesse an der Forschung haben. Ärzten und Therapeuten biete ich speziell ein Medical Science Coaching an.